Tag 0 - Die Anreise

Die Fahrt war eine Katastrophe..
Seit wann ist eine Autobahn ein Handwerkskurs zum Nähen ?
So oft bin ich selten geschnitten worden.

Von Burnout bis Vollbremsung war alles vertreten.

Aber nun bin ich im Bikers Home.
Das Zimmer ist super und die Nacht wird bequem werden.

Ich bin nicht der erste und so sitzen wir noch gemeinsam zusammen und quatschen eine Runde. Die Temperaturen sind noch angenehm und ich hoffe das es morgen ein schöner Tag wird.Das Bikers Home

Tag 1 - es wird ernst

Der erste Tag.Wecker

Der Wecker klingelt erbarmungslos obwohl ich liebend gerne noch 3 Stunden Schlaf nachgeholt hätte. Aber es hilft nichts. Raus fertig machen. Lothar und Katrin sind schon fleißig dabei Frühstück zu machen. Während ich noch verschlafen durch die Gegend wanke. Hier an der Stelle noch mal ein liebes Danke. Gut verpflegt war ich nun auch bevor wir uns im Dülmener Hof getroffen haben.

Kurz etwas Organisatorisches und wir machten uns auf den Weg in die Fahrschule. Die Theorie war bei weitem nicht so trocken wie befürchtet. Ja auch Theorie kann Spaß machen ;)

Mittag essen. Fröhlich und Gut gelaunt machen wir uns auf den Weg zurück zum Dülmener Hof und verspeißen das vorbestellte Essen. Alles gut organisiiert und ein Lob an die Küche. Gut gestärkt kurz zurück ins Bikers-Home umziehen. Schnell in die Motorradkluft und schon wartet Axel, mein Fahrschullehrer vor der Türe um mich mit zum Kasernengelände mitzunehmen.

Es wird ernst.

Axel erklärt mir das Motorrad.Honda CBF 600 N
Ich mache mich mit den Bedieninstrumenten vertraut.
Als wir soweit fertig sind, geht es los. Motor an. Kupplung halten.. Erste Gang rein und langsam kommen lassen. Juchu wir rollen. Es dauert nicht lange bis man den dreh raus hat um die Füße hoch zu nehmen. Wunderbar. Anhalten und wieder von vorne. Hin und her und hin und her.. wir machen es schwieriger und nehmen den zweiten Gang mit hinzu.. Juuuchhuu wir schalten.. irgendwann haben wir auch den dritten Gang drin und wir drehen die erste größere Runde über das Kasernengelände. Wow.. Genial..  Es macht Spaß. Was ich aber schon merke, ich bremse entweder vorne oder hinten. Gemeinsam bremse ich nur selten.. Daran muss ich noch arbeiten! Ansonsten stelle ich mich gar nicht so blöd an. Es werden die netten Hütchen aufgestellt.

Slalom 7 Meter AbstandSlalomfahren. 2 später 3 Gang.. ja es macht spaß wenn man nicht gerade alle Hütchen mitnimmt.. Gut. Ich hatte einen kleinen Vorteil, hatte Axel erst einmal für mich da Christian noch einen Termin hatte. Er konnte aber schnell aufholen, da er bereits Vorkenntnisse hatte. Zwischendurch eine kurze Pause zum Luft holen und schon gings weiter.

Slalom 6 x 3,5 MDie Zeit verfliegt und ehe wir uns umschauen können stehen die kleinen Hütchen da für den Schneckentemposlalom. Auch den bekomme ich schon relativ gut hin. Er ist Verbesserungswürdig wie so einiges. Aber wenn man Überlegt, seit heute Nachmittag sitze ich auf einem Motorrad.. Und die Zeit ist rum.

Es wird dunkel. Wow.. Wo ist die Zeit geblieben. Wir bringen noch die Motorräder zurück in den Schuppen und Axel bringt mich noch zurück zum Bikers-Home. Entspannen, relaxen.. Irgendwie erholen, ja Motorradfahren ist anstrengend.. Aber es macht Spaß..

Mal schauen wie der morgige Tag wird.

Tag 2 - es geht weiter

Wie beginnt ein guter Morgen ?Dusche
Natürlich ohne Wecker.. Meiner klingelt erneut erbarmungslos! Ich schleppe mich noch vollkommen verschlafen aus dem Bett und stehe zwei gut gelaunten Damen gegenüber. Katrin und Meike machen Frühstück.. Wie können die beiden um diese Uhrzeit schon so wach sein ? Ab unter die Dusche.. Irgendwie wach werden. Kurz Frühstücken und mithelfen abräumen.



Gymnastische EinlageHeute geht es früher los, gleich mit Gymnastischer Einlage.. Jetzt sind wir schön warm und wach. Ideale Voraussetzungen um der Theorie gut folgen zu können. Nein die Theorie ist nicht wirklich trocken. Beim Blick aus dem Fenster könnte ich heulen. Es regnet. Aber so ist das Wetter und das blüht einem später auch. Passt perfekt, lernen mit nasser Fahrbahn. Mulmig ist mir zwar ein wenig, als wir dann mittags auf dem Gelände sind, aber das Gefühl verflog recht schnell nach den ersten gefahrenen Metern.

Grundfahraufgaben: Langsamer Slalom, umdrehen, Schneller Slalom, kreiseln links bzw rechts, Ausweichen, drehen, Stop and Go, kreiseln links bzw. rechts, Bremsen.

Werner Stop And Go
Hört sich wohl einfach an.. aber gerade der Stop and Go ist nicht unbedingt einfach. Zwei mal auf dem Linken Bein stehen bleiben, zwei mal rechtes Bein. Oder umgedreht, ganz wie man mag. Unebenheit und schon auf dem Falschen Bein gelandet.. Naaaa Toll.. Ja auch heute habe ich die Maschine fleißig abgewürgt. Für den eigenen Anspruch zu oft.

Es gab dann auch eine Kaffeepause mit Kuchen.
Kaffeepause

Noch eine Runde Grundfahraufgaben absolviert und Axel hat mich dann in die gefährliche Wirklichkeit geschickt. Fühle ich mich schon bereit.. nicht wirklich.. Er traut es mir zu. Ich glaube ihm das und so geht es los. Immer wieder höre ich ein Gut gemacht, Prima weiter so, aber auch einmal ein "Warum, ich habs dir doch eben noch gesagt..". Aber Axel ist mit mir zufrieden. Bin ich es mit mir auch.. nein.. Ich erwarte wohl wieder zu viel von mir selbst. Wir kommen zurück zum Übungsgelände und stellen das Motorrad wieder in den Schuppen. Machen kurz noch den Papierkram fertig und ich bin fertig.

Ich war draußen und scheine mich gut angestellt zu haben. Stolz kann ich sagen das ich 100 km/h gefahren bin. Ja es ist ein unterschied zwischen Übungsgelände und normaler Straße. Der Winddruck ist wirklich ein anderer.

18:30 Ende auf dem Übungsgelände,
18:40 im Bikers Home angekommen, 
19:00 durchatmen und mit Marc reden
19:15 kurz umziehen
19:30 wir fahren los mal eben Geld holen und zum Dülmener Hof essen
22:00 wir fahren zurück zum Bikers-Home.

Ich bin platt.. Nur noch ins Bett fallen und schlafen..  
Bett

Tag 5 - er endet wohl nie

Ich habe zwar gut geschlafen, aber irgendwie bin ich dennoch müde.. Die Nacht war ich wohl wieder Motorradfahren und habe zwischendurch Pausen gemacht. Ja war wohl interessant die Strecke.

Nun gut. Aufstehen, frühstücken, umziehen, Kaserne, Motorradfahren. Wieder alles dicht hintereinander gepackt damit man sich auch erst gar nicht umgewöhnen muss. Gut Christian ist auch wieder da und wir haben noch einen Moment Zeit miteinander zu reden. Axel kommt und ich darf zuerst fahren. Axel hatte mir ja bereits gesagt das wir heute 2 mal tanken müssen.. ja ne ist klar.. Autobahnfahrten machen es möglich.  Einmal am Glückseligmachenden Hebel gedreht, auch kurz nur Brause genannt, und man stürmt durch.Alles kein Problem. Kurz nach beginn der Fahrt müssen wir schon wieder stoppen, da der Spiegel meint mich begrüßen zu müssen! Er dreht sich fein zu mir nach vorne und ich schiebe ihn wieder zurück... hmm.. das ganze habe ich drei mal gemacht und Axel meldet sich von hinten.. Parkplatz bitte. Axel hat das nötige Feingefühl und zerrt den Spiegel wieder in seine feste Position. Nette Erfahrung Links nicht mehr hinter sich schauen zu können. Wir machen irgendwann eine Pause. Kurz einen Happen essen und wir wechseln. Christian fährt retour. Passend erreichen wir mittags die Bikers-Farm. Hier kann man gut und zu humanen Preisen essen. Ok. Mit vollem Bauch auch wieder rauf auf die Maschine. Die NÄCHSTE Autobahntour steht an. Es verläuft alles gut und ich bin später froh wo ich wieder mit Christian tauschen kann. Wir sind gerade so rechtzeitig zurück das ich ins Bikers-Home kann und es dann schon wieder so spät ist das man  sich auf machen kann zur Theorie.

SUPER!Daumen Hoch

Gut, an der Fahrschule angekommen sehe ich Frank und es geht ihm soweit gut. Ihm tut zwar noch alles WEH aber er war auch schon wieder auf der Maschine.!.!.!.!.!

Theorie wird schwer.. Ich bin schon müde und soll noch aufmerksam den Worten unserer Theorie Professoren folgen ? Ja es geht. Wir haben es alle geschafft weder den Tisch noch den Stuhl unseres vor uns sitzenden mit unserem Kopf zu begrüßen. Kurze Pause. Gernot, Link her. Ich bekomm einen Flyer.. Auch gut, schreib ich mir den Link (siehe Fahrschule) gerade vom Flyer ab. Es geht weiter. Uff.. auch den zweiten Block Theorie geschafft. Nun noch die Nachtfahrt. Christian beginnt und wir beide spulen das Programm herunter. Keine Besonderheiten oder erwähnenswertes. Es war dunkel, die Autos spiegeln sich im Visier, die Blinkeweste nervt auf dem Drehzahlmesser regelmäßig in Blau.. Später war der energetische Füllstand des Fernmündlichen Übertragungsgerätes sehr niedrig. Es machte sich durch nettes Piepsen, schön leise im hintergrund immer bemerkbar. Bevor ich jedoch hoffnungslos durchdrehe ist die Fahrt jedoch auch zu ende und wir bringen das Motorrad noch auf seine angestammte Positiion.

UnheimlichPuh. Zurück im Bikers-Home. Georg kommt mit Katrin zurück. Ich frage Georg wie sich seine Schützlinge machen, er antwortet:Die werden mir Unheimlich.. kleines Späßchen am Rande. noch kurze Nahrungsaufnahme. Danach ab ins Bett. Umfallen schlafen.

Tag 6 - Vorbereitungen

Die Nacht war wie immer eigentlich zu kurz.

Ich will ich will ich will ich will will will will. Ja ich bin zum Kleinkind mutiert das einfach WiILL. Also gleiche Prozedure wie immer. Aufstehen, Frühstücken, Fertigmachen, Kaserne.

Grundfahraufgaben:

Tour 1: Langsamer Slalom: OK - Wende - Schneller Slalom: OK - Kreisel Rechts: OK - Ausweichen mit Abbremsen: Nicht OK. Zulange gebremst, nicht früh genug wieder geöffnet. Nicht beide Bremsen benutzt. -Wenden - Stop and Go: So Lala - Kreisel Links: OK - Ausweichen ohne Bremsen: OK - Wende - Gefahrenbremsung: So Lala. Muss dran denken die Fußbremse mit zu benutzen. Fuß nach VORNE JUNGE !!! - Noch mal Ausweichen mit Bremsen : diesmal ok.

Tour 2: Alle OK. NA geht doch. Warum nicht gleich so.

Christian ist dran, hier und da wir auch er kurz korrigiert.
Er fängt auch an und wir machen uns auf den Weg zum Kasernentor. Axel schickt ihn Kreuz und Quer. Ich bin begeistert was Dülmen so alles an Schildern hat. Vor allem die Kombinatorische Gabe des zuständigen Amtes ist gut. Nach einem Krampf im Bein ist es bei Christian vorbei. Es schleicht sich ein kleiner Fehler an den anderen. Er wird sich genauso "verrückt gemacht haben" wie ich mich später auch.

Wir gehen kurz Mittag essen. Voller Bauch.. Und nu Motorradfahren... OK. Axel verspricht mir eine Holperstrecke damit das Essen sich gut verteilt und auch komprimiert wird. Blei im Bauch?? Nicht aufregen, ist doch wie immer... Versuche ich mir zumindest einzureden.

Es geht los. Alles kontrollieren, Motor starten, losfahren. Am Anfang passierte auch nicht viel. Nichts übersehen nicht vergessen. Wir kommen an der Fahrschule an und machen kurz die Unterlagen fertig. Passt, wieder aufgestiegen fühle ich mich noch recht wohl. Von der Fahrschule geht die Tour weiter Richtung LIDL. Vor dem selbigen soll ich Links abbiegen. Achtung Falle.. Kaum das man den Abbiegevorgang abgeschlossen hat ist schon wieder rechts vor links. Falle. Selbst wenn man die Straße gut einsehen kann, reinschauen und langsam sein. Jaha, schon wärs passiert wa ? Auf weiter. Ich versuche auf alle Schilder zu achten und mache mich auf den Weg durch die Zonen 30 oder auf 30 begrenzten Straßen. Und hubala. Was haben wir denn hier. Vorraus eine für Motorradfahrer nicht freigegebene Straße. Na Toll.. Aber siehe da, ist eine Straße die dran vorbei führt. Axel hatte nichts gesagt und es geht rechts herum. Ha dem Schilderwald gut erkannt. Wir kommen zu einer Ampel, alles ist gut. Sie ist Rot, ich stehe vor der Haltelinie und es passiert. Ich würge den Motor bis er aus ist. Super denke ich mir und ärgere mich. Also wieder an machen. Kontrolle ob noch alles frei ist, weiterfahren. Axel fand es klasse wie ich mich verhalten habe.. Ich könnte gerade innerlich im Viereck springen und mich selbst erhängen. Gut weiter. Nach etlichen Versuchen korrekt Rechts vor Links und Vorfahrt achten zu erkennen, habe ich das Gefühl ich Ruckel mir einen zurecht. Gerade beim Schalten. Zu schnell die Kupplung wieder losgelassen. Eins kommt zum anderen und ich bin eigentlich frustriert obwohl ich es gar nicht sein muss. Das habe ich schon besser gezeigt. Wir sind zurück an der Kaserne parken das Moped und ich habe noch etwas Zeit mich frisch zu machen.

Ich fahre rechtzeitig los, mal eben Tanken und Auto durch die Waschanlage.. Er hat es nötig. Was ist, natürlich suche ich mir die Tankstelle mit der langsamsten Waschanlage heraus. SUPER! 5 Minuten Tanken, 10 Minuten Wäsche.. Für den Gesamtweg noch 10 Minuten und ich bin doch glatt 5 Minuten zu SPÄT!! Geht ja mal gar nicht. Wieder ein Punkt der mich Ärgert! Normal bin ich immer 5 Minuten vor der Zeit da, zumindest jedoch Punkt um. Da noch nicht begonnen wurde, Gott sei Dank, habe ich auch nichts verpasst. Dafür geht es halt 5 Minuten länger.

Der letzte Block Theorie. Ok. Wie immer ist er gut gemacht. Locker Flockig vom Hocker weg werden uns die Inhalte vermittelt. Kurze Gruppenarbeit ist auch mit drin. Feine Sache. Die letzten Organisatorischen Dinge werden kurz zwischen Tür und Angel geregelt und der Tag ist nun auch schon vorbei.

Nein ich mache mich nicht verrückt. Mache nur ein paar Bögen noch zur Sicherheit. Aufmerksam! Dann kann der morgige Tag ruhig kommen.